Die Welt bis 2035: düstere Prognosen für Europa!

Das National Intelligence Council (hier NICHT auf wikipedia, weil dieser Geheimdienstzweig scheinbar so geheim ist, dass es nicht viel Informationen über ihn gibt 🙂 ), lässt u.a. die NIE produzieren (Zitat bei wikipedia: “Ein NIE wurde erstmals 1950 erstellt“… klingt lustig – wer hat auch schonmal ein “Nie” gemacht? Oder zumindest ein “Nichts”?).
Das NIE ist natürlich die Abkürzung für die National Intelligence Estimation, also eine Einschätzung aus höchsten Geheimdienstkreisen der USA zur nationalen Sicherheit.

Etwas ähnliches wurde nun mittels eines Buches für die globalen Trends bis zum Jahr 2035 unternommen: “Die Welt im Jahr 2035“, erschienen im C.H.Beck-Verlag. Enthalten: ein Zukunftsbericht, federführend vom CIA und NIC (das sind die, die das NIE machen) publiziert.

Nun hat das Buch zumindest bei Amazon nicht wirklich gute Kritiken bekommen (und insgesamt bisher auch nur zwei Stück).
Aber einige der Trends scheinen auch aus Laiensicht absehbar zu sein:

– Der Terrorismus gedeiht weiter
– Europa droht die Spaltung
– Die Migration/Flüchtlingsbewegungen stellen – gelinde gesagt – eine Herausforderung dar
China wird als Wirtschaftsmacht weiter wachsen
– Die Ungleichheit auch in Europa wird zunehmen
– usw.

Es werden verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt, die aber wohl mit dem Plädoyer verbunden sind, dass Regierungen und Gesellschaften die Anliegen immer wieder neu aushandeln müssen. So ähnlich lautet der Schlusssatz der Buch-Rezension von “Die Welt im Jahr 2035” auf focus.de.

Was mich interessiert, ist, ob es nicht doch möglich ist, den Wohlstand fairer zu verteilen. Und damit meine ich nicht, dass jeder in das Kino gehen können muss, sondern dass jeder Mensch eine anständige medizinische Versorgung hat, dass Nahrung und Trinken sicher gestellt sind, dass Bildung kostengünstig möglich ist, dass Menschen im Frieden leben können und eine menschlich zumutbare Arbeit haben, von der sie sich ernähren können sowie ein sicheres Obdach haben. Sicherlich bleibt das immer auch ein Ideal, gar eine Utopie. Andererseits: Sollten wir uns mit weniger zufrieden geben? Zumal, wenn wir wissen, dass die Ressourcen dafür eigentlich vorhanden sind!?

Ich fühle mich in alledem aber auch extrem limitiert. Es ist das Klassiker: “Was kann ich als Einzelner schon tun?”

Hier ist übrigens ein Bericht vom NIC mit dem Titel “Global Trends 2030“, kostenlos herunterladbar im pdf-Format!

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