Eine spannende Dystopie

zu schreiben, ist das eine.
Das andere ist die Frage: Wer liest sie?

Das erste ist eine Kunst. Ein Mix aus Begabung und Fleiß.
Das zweite ist eine Marketingfrage.

Bisher habe ich mir über das Buch-Marketing meiner Dystopie nicht viele Gedanken gemacht.
Ich schreibe, weil es mir Spaß macht. Und wenn hier und da andere Menschen Freude an meinen Büchern haben, macht es mir gleich noch mehr Spaß. So waren die Rezensionen zum ersten Teil der Dystopie „Tribes“ (Das Heim) gänzlich positiv (abgesehen von anfänglichen technischen Fehlern): Viele lovelybooks-Leser, die mir ein ehrliches Feedback gegeben haben. Natürlich motiviert es, wenn es Kommentare wie diese gibt:
„Eine echte Überraschung! Spannend, realistisch, zum Mitfiebern und Mitfühlen.“ (Plush)
„Schon von den ersten Seiten an hatte es mich gefangen, so das ich es sehr schnell durchgelesen hatte…“ (Janine .W)
„Auf alle Fälle ein fantastischer Roman, der uns eine beängstigte Zukunft zeigt.“ (AmberStClaire)
Wenn ich nach einer spannenden Dystopie suchen würde, würde ich jetzt zuschlagen!
Ich weiß: Eigenlob stinkt.
Deswegen riecht es gerade etwas streng.

Aber wie macht man abseits von lovelybooks gutes Marketing?
Letztlich dürfte es immer eine Geld- und Zeitfrage sein.
Wer viel Geld hat, kann riesige Plakate in der Stadt aufhängen lassen, einen Zeppelin kaufen und ihn mit dem Aufdruck des eigenen Roman-Covers in die Lüfte schweben lassen.
Die wenigsten Autoren dürften so viel Geld haben.
Man kann den Weg über einen Verlag gehen, sofern man einen findet, der die Bücher verbreiten will.
So waren meine Bücher zuerst beim Ullstein-Midnight-Verlag beheimatet. Aber auch da ist man zunächst nur ein Autor unter Tausend anderen. Der Verlag hilft zwar beim Lektorat und bei der Covergestaltung. Doch, was die Verbreitung des Buches betrifft, kommt man idR nicht weit voran.
Oder man schaltet Werbung auf Facebook oder Google.
Immerhin gibt es da ein wenig Kostenkontrolle. Doch nach meiner Facebook-Erfahrung wurden meine Werbeanzeigen hauptsächlich durch Menschen aus Indien & Co angeglickt, obwohl ich die Werbung auf deutschsprachige Länder beschränkt hatte. Keine Ahnung, ob es Klick-Fabriken gibt. Es hat sich so angefühlt. Facebook hat mein Geld eingesammelt und die Anklicker aus anderen Staaten haben ihren Job getan. Der Buch-Verkauf wurde dadurch nicht wirklich positiv beeinflusst.
Für Selfpublisher gibt es die Amazon-Werbeaktionen via KDP: wenn das eigene Ebook eingestellt ist, kann man das Ebook für ein paar Tage verschenken. Werbeaktion. Tatsächlich haben sich ca. 600-700 Personen meine Dystopie-Ebooks runtergeladen. Wenn sie dann die Ebooks lesen, bekomme ich hier und da ein paar Cents von Amazon. Reich wurde ich nicht. Die Geldsumme hat bisher gereicht, dass man als Familie mal ordentlich in das Restaurant gehen kann. Beachtlich ist: damit habe ich mehr Geld verdient als beim Verlag! (Daran erkennt man, wie wenig Geld man bekommen kann!) Was mir aber als Selfpublisher besser gefällt als beim Verlag, ist das: ich kann den Buchpreis steuern! Auch darüber kann man Leser abstoßen oder anlocken.

„Marketing & Zeiteinsatz“:
Natürlich haben all die obigen Experimente Zeit gekostet.
Es gibt aber den noch heftigeren Zeitaufwand: die Veranstaltung einer Lesung!
Davor habe ich mich bisher gedrückt, obwohl etliche Autoren beteuern, dass man Lesungen durchführen muss, wenn man Bücher verkaufen will.
Einerseits würde ich gerne mal eine Lesung durchführen. Einfach mal schauen, wie es ist. Andererseits habe ich Respekt davor: Wen interessiert’s wirklich? Würde jemand kommen? Wie gestalte ich eine Lesung, damit sie spannend ist?
Ich bin öffentliche Reden gewöhnt. Das mache ich im Grunde wöchentlich. Und trotzdem spüre ich hier viel Unsicherheit. Und ich habe ja keine Notwendigkeit! Ich muss davon nicht leben. Ich brauche den Ruhm nicht. Mein Leben geht auch so weiter. Ich schreibe, weil es mir Spaß macht.

Nun ja, aber vielleicht wage ich es dennoch mal.
Wie sonst soll man sonst unter die TOP 10 der spannendsten und besten Dystopien kommen? 🙂

Wer einige dieser Dystopie-Romane lesen will, kann ja hier weiterklicken (und nun ganz uneigennützig, um den Gestank vom Eigenlob loszuwerden, liste ich Homepages auf, auf denen für andere Dystopien geworben wird):
– Eine Liste dystopischer Bücher und Filme
Rezensionen zu verschiedenen Dystopien
34 Buchtipps: Dystopien für Erwachsene
Die 20 mitreißendsten dystopischen Romane

1 thought on “Eine spannende Dystopie

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