Gesichtserkennung – Überwachung: gut oder schlecht?

Ein Mitarbeiter der Firma Cognitec war bei den „Nachdenkseiten“ bereit, ein Interview zu geben (Wachsamkeit ist angebracht – ein Artikel zur Überwachungsindustrie).

Es geht hier nur um einen Ausschnitt einer Industrie, die sich auf Überwachung und Sicherheit spezialisiert hat. Aber im Artikel wird auch deutlich, wie schnell sich dieser Wirtschaftszweig entwickelt hat. Siemens hatte Mitte der 90’er Jahre wohl mit den ersten Forschungen zur Gesichtserkennung begonnen. Die o.g. Firma selbst ist seit 2002 an dem Thema dran. Im Jahr 2006 hatte es einen Test zur Gesichtserkennung gegeben, mit einer Trefferquote von 60% (bei günstigen Rahmenbedingungen). Mittlerweile liegt diese bei bis zu 90%. Innerhalb von knapp zehn Jahren gab es also einen Fortschritt von ca. 30%. In Anbetracht dessen, dass die technischen Möglichkeiten rasant gedeihen, dürfte es nicht noch mal zehn Jahre dauern, bis die Trefferquote bei 99% liegt – auch bei schlechten Lichtverhältnissen.

Ist diese Überwachungsmethode gut oder schlecht?
Das wird im Artikel der Nachdenkseiten kurz erörtert.
Und selbst der Interviewpartner erwähnt dann für Folgendes:
„Natürlich stimmen wir den Bedenken zu, dass Gesichtserkennung sehr schnell missbraucht werden kann. Dafür gibt es schon einige erschreckende Beispiele. Aus diesem Grund befürworten wir präzise Gesetze, die den Umgang mit biometrischen Daten für jeden Anwendungsfall bis ins Detail festlegen.“ (Zitat aus dem o.g. Artikel – Seite aufgerufen am 22.11.2017)

Wer sollte diese Technik missbrauchen?
Gewiss: Geheimdienste.
Möglicherweise Diktatoren.
Oder die an der Macht sind und mächtig bleiben wollen, ob sie nun offiziell „Diktator“ sind oder nicht?

Klar ist, dass mehr Überwachungskameras auch mehr Überwachung bedeuten.
Das kann der Sicherheit dienen.
Aber vielleicht ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis die politischen Verhältnisse nicht mehr stabil sind und die Unsicherheit neue Unsicherheiten gebiert.
Und ich frage mich auch das:
Will ich es, dass man mich letztlich auf Schritt und Tritt beobachten kann?
Ist das dann noch Privatsphäre?
Gefragt werden wir diesbezüglich nicht.

Und ganz abgefahren:
Was ist, wenn eines Tages wirklich der „Roboter-Gott“ regiert?
Was wird er mit meinen Daten machen?

2 thoughts on “Gesichtserkennung – Überwachung: gut oder schlecht?

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