Die Killer-Drohne: zuerst die Gesichtserkennung – dann die Tötung

LAWS

Die Vereinten Nationen berieten über das Thema der autonomen Waffensysteme (im Fachkreisen als “LAWS” betitelt: Lethal Autonomous Weapon Systems), unter anderem im Hinblick auf “Killer-Drohnen“.

Einzelne Staaten und Hunderte von Wissenschaftlern möchten solche System ächten.
Aber vermutlich wird es nichts daran ändern, dass diese “Killer-Drohnen” und ähnliche Kampf-Maschinen gebaut und eingesetzt werden (s.a. Artikel zu den “Insekten-Drohnen“).

Kampfroboter werden schon eingesetzt

In der FAZ wird berichtet, dass Kampfroboter längst eingesetzt werden, z.B. an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea (s.a. FAZ: “Tod durch Roboter”). Adrian Lobe schreibt in seinem Artikel auch von den Argumenten der Befürworter solcher Killer-Roboter:
“Das Argument der Verfechter der neuen Technologie lautet aber, dass autonome Waffen Kollateralschäden vermieden. Drohnenschläge seien präziser als Bombenangriffe; man könne „chirurgisch“ vorgehen.” (Zitat aus “Tod durch Roboter“, Seite aufgerufen am 12.12.2017).

Video von Killer-Drohne

In dem folgenden Video, u.a. wohl unterstützt vom UC Berkeley Professor Stuart Russell, wird gezeigt, wie Killer-Drohnen alsbald eingesetzt werden könnten: zuerst scannt die Drohne das Gesicht des Opfers und anschließend tötet sie.

Russell hat sein Video vom tödlichen Potential der Killer-Drohnen bei der Konferenz der Vereinten Nationen gezeigt. Er sagte u.a.:
“Trained as a team, (the drones) can penetrate buildings, cars, trains, all while having the capacity to evade any countermeasure. They cannot be stopped.” (Zitat bei foxnews.com – Seite aufgerufen am 12.12.2017)
Deutsche Übersetzung:
“Als Team trainiert, können sie (die Drohnen) Gebäude, Autos, Züge, alles durchdringen, während sie jede Gegenmaßnahme umgehen können.”
In diesem Video erklärt Russell höchstpersönlich einiges zum Thema “Artificial Intelligence”: https://www.youtube.com/watch?v=tjrZQIcU4aQ

Kriegsführung mit Killer-Drohnen?

Bei der Geschwindigkeit, die manche Drohnen erreichen können, hilft wohl auch keine Fliegenklatsche mehr.
Aber was für ein Szenario!
Da sitzt dann der “Soldat” mit seinem Joystick in der Ramstein-Zentrale, lässt Dutzende von Drohnen losfliegen, die den Gegner töten sollen. Die Killer-Drohnen zerstören Fenster und fliegen in Wohnungen. Sie gelangen durch schmale Felsspalten, direkt in die Höhlen der Rebellen. Killer-Drohnen zerschießen Autos oder lassen Panzer lahmlegen. Sie können Hubschrauber sabotieren oder die Energieversorgung des Feindes platt machen. Ohne, dass irgendein Mensch jemals das feindliche Gebiet betreten hat. Alles nur vom Bildschirm aus gesteuert. Töten – leicht gemacht.

Kampagnen gegen Killer-Roboter

Im Internet gibt es dazu natürlich Kampagnen, die sich gegen den Einsatz solcher “Killer-Roboter” stellen:

Ban Lethal Autonomous Weapons

Campaign to Stop Killer Robots

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