Mal zwischendurch: Was immer geht, ist eine Diätenerhöhung!

Eigentlich gehört das nicht direkt in diesen Blog oder zu den Dystopie-Romanen.
Aber vielleicht doch, weil es ein Thema ist, das Einfluss auf unsere Gesellschaft hat – und möglicherweise keinen guten Einfluss.
Das wiederum hätte einen Hauch des Dystopischen.

Es geht darum, dass es im Bundestag eine Vorlage gibt, wonach die Diäten der Bundestagsabgeordneten jährlich entsprechend der allgemeinen Lohnentwicklung steigen sollen (ua. Bericht bei n-tv.de).

Nun bin ich wirklich dafür, dass unsere Volksvertreter ordentlich verdienen dürfen.
Dafür werden sie nahezu täglich mit Kritik beschossen, kämpfen um ihr Privatleben und sollen in verantwortungsvoller Weise die Geschicke unseres Staates lenken. Das ist ein 24-Stunden-Job. Der darf entsprechend vergütet werden.

Es bleibt das “ABER”!
Aber, wie ist es zu verantworten, einen solchen Diäten-Vorstoß zu bringen, während wir seit der Wahl im September 2017 noch nicht mal eine funktionierende Regierung haben?
Der Zeitpunkt ist miserabel gewählt.

Abgesehen davon fand ich die Schnelligkeit der Diätenerhöhungen schon immer fragwürdig. Während monatelang darüber befunden wird, ob der Hartz4-Satz um ein paar wenige Euro angehoben wird, passiert eine Diätenerhöhung in der Regel ohne große Diskussion den Bundestag.

Schön, wenn sich die Abgeordneten mal einig sind.
Aber in Anbetracht von steigender Kinder- und Altersarmut wäre mehr Sensibilität angebracht.

Interessanterweise ist das Argument für den aktuellen Vorstoß das:
Der Bundestag soll nicht als Selbstbedienungsladen gelten.
Deshalb die Automatisierung der Diätenerhöhung.

Ich weiß nicht.
Irgendwie klingt das tatsächlich nicht mehr als Selbstbedienungsladen.

Es klingt eher nach “Lieferservice”.

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