Überwachung: Wenn Angry Birds-Spieler und Candy Crush-Zocker ausspioniert werden

Geheimdienste überwachen die Smartphone-Kommunikation. Das ist seit dem Bewusstwerden, dass es Überwachungsprogramme wie Tempora oder Prism gibt, nichts Neues. Irgendwie verrückt wird es aber, wenn sogar Spieler von Candy Crush oder Angry Birds überwacht wurden (netzpolitik.org). Gewiss oft ohne Wissen der App-Anbieter, auch, wenn diese ein Eigeninteresse an den Spielerdaten haben (s.a. Überwachung durch Algorithmen).

Doch statt der Einschränkung der Überwachung, wurde diese seitens der Regierungen ausgeweitet. Auch in Deutschland. So sagt Andre Meister u.a.
„Diese Legislaturperiode war der krasseste Angriff auf das freie und offene Internet in Deutschland, den wir je gesehen haben.“ (Zitat von “#np13 – Von den Snowden-Enthüllungen haben vor allem die Geheimdienste profitiert” – netzpolitik.org – Seite aufgerufen am 27.11.2017).

Der Überwachungsstaat ist ja nichts, was plötzlich von Heute auf Morgen entsteht. Es ist ein “Schritt-für-Schritt”-Prozess. Wahrscheinlich noch nicht mal von langer Hand in dunklen Verschwörungszimmern geplant, sondern mehr eine Gesamtentwicklung, die sich aus dem Situativen ergibt. Und wahrscheinlich von den meisten Politikern nach bestem Wissen und Gewissen entschieden: “Nein, einen Überwachungsstaat wollen wir auch nicht! Aber wir müssen doch für Sicherheit in unserem Land sorgen!”

Wer weiß? Vielleicht sind wir eines Tages da angekommen, wo meine Dystopie-Romane anfangen: bei einer Weltregierung, die alles überwacht… bis auf einige “Stämme”, die darum kämpfen, sich der Überwachung zu entziehen.

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