Wenn die Regierung von Facebook Daten haben will…

Die US-Regierung hat nach Daten von Facebook-Nutzern gefragt, die in irgendeiner Art und Weise womöglich an einer Demonstration gegen Präsident Trump beteiligt gewesen sein könnten (s.a.: Facebook: US-Regierung überwacht Trump-Kritiker – via futurezone.de – Seite aufgerufen am 27.11.2017).

Da Facebook immer wieder einen Transparenzbericht veröffentlicht, wurden auch die Anfragen der Regierung veröffentlicht. Facebook befindet sich damit, wie auch viele andere Internetdienste, in einer Spannung: auf der einen Seite wollen sie die Privatsphäre der Nutzer schützen; auf der anderen Seite wollen sie keine Verbrechen unterstützen. Gut, dass scheinbar versucht wird, hier immer wieder neu abzuwägen und sich nicht einfach der einen oder anderen Seite hinzugeben.

Ich finde, es muss für einen Staat möglich sein, Kriminellen auf die Schliche zu kommen und sie dingfest zu machen. Natürlich müssen dafür auch die Online-Medien ausgewertet werden können, weil Verbrecher eben darüber kommunzieren. Man wäre ja doof, wenn man diese Chance zur Verbrechensbekämpfung nicht nutzen würde! Sonst würden uns die Kriminellen noch mehr auf der Nase herumtanzen.

Das leicht Erschreckende an dem o.g. Fall ist jedoch das:
Die Personen, von denen die Regierung Daten haben wollte, sollen lediglich an der Planung einer friedlichen Demonstration beteiligt gewesen sein. Wenn das so ist, dann stellt sich die Frage: Warum sollte auf deren Daten zugegriffen werden?

Möglicherweise verdeutlicht diese Situation, wie schnell die Einflussmöglichkeiten einer Regierung missbraucht werden können.
Weiteres dazu bei “Der Freitag“.

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