Wenn Dystopie Realität ist: Werden uns künftig Roboter medizinisch versorgen?

Xiaoyi.
So heißt der in China entwickelte Roboter.
Er weiß nahezu „alles“ über Medizin. Zumindest kennt Xiaoyi den Inhalt von 53 medizinischen Lehrbüchern, zwei Millionen entsprechenden Aufzeichnungen und 400.000 medizinischen Texten auswendig. Weiterhin hat er eine künstliche Intelligenz und kann damit Schlussfolgerungen anstellen (hier der genaue Bericht bei www.heise.de: „Chinesischer Roboter besteht weltweit erstmals Zulassungsprüfung als Mediziner“).

Noch ist eine Kombination von Mensch und Maschine angedacht. So kann der Medizin-Roboter als Ratgeber fungieren. Das klingt sinnvoll, denn welcher menschliche Mediziner weiß schon so viel wie der Roboter?
Das könnte eine hilfreiche Ergänzung sein.

Auch der Gedanke an Roboter, die quasi als „Landmediziner“ fungieren, klingt zunächst interessant: wer auf dem Dorf lebt und nicht Hundert Kilometer weit zum nächsten Arzt fahren will oder kann, könnte dankbar für die Ratgeber-Leistungen dieses Roboters sein. Die Medizin wird dann vielleicht eines Tages per Drohne geliefert.

Tja, so weit sind wir nun:
Es wird weiter an selbstfahrenden Autos gewerkelt.
Drohnen fliegen per Fernsteuerung.
Sicherheitskameras erkennen uns auf der Straße.
Und eines Tages könnten uns Roboter medizinisch versorgen.
Es klingt wie eine Dystopie, die schon Realität ist.

Auf der einen Seite sind das Hilfen: Es könnte weniger Verkehrstote geben. Straßen werden durch den Drohnentransport entlastet. Verbrecher können schneller entlarvt werden. Und die medizinische Behandlung kann besser werden.

Auf der anderen Seite funktionieren diese Techniken nur mit unsere Daten.
Das selbstfahrende Auto meldet, wo wir gerade sind.
Die Drohnen können ganze Straßenzüge überwachen.
Sicherheitskameras erkennen nicht nur Bösewichte, sondern jeden Menschen.
Und Medizin-Roboter werden eines Tages wohl ebenfalls mit unseren Chipkarten oder implantierten Chips arbeiten.
Diese Daten fließen irgendwo zusammen.
Und irgendjemand hat Zugriff auf diese.
Damit wird die Struktur ausgebaut, die es den Menschen immer schwieriger machen wird, ihre Privatsphäre zu schützen.
Jeder Mensch wird gläserner Bürger sein.
Der Überwachungsstaat ist geboren.
Dystopischer kann selbst ein Roman nicht beginnen!

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